KI im Rathaus: Bruchhausen-Vilsen testet ChatGPT und Gemini
In der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen hält der digitale Wandel Einzug in die Verwaltung. Um die Effizienz in den täglichen Arbeitsabläufen zu steigern, wurde die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) für die Mitarbeitenden im Rathaus freigegeben. Dabei kommen bekannte Sprachmodelle wie ChatGPT und Google Gemini zum Einsatz, um administrative Prozesse zu unterstützen.
Allerdings erfolgt dieser technologische Vorstoß unter strengen Sicherheitsauflagen. Die Verwaltung stellt klar, dass die Nutzung dieser Tools ausschließlich für Aufgaben zulässig ist, bei denen keinerlei personenbezogene Daten verarbeitet werden. Der Schutz der Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität, weshalb die Eingabe sensibler Informationen in die Cloud-basierten Systeme der Anbieter strikt untersagt ist. Ziel ist es, die Technologie als Hilfsmittel für allgemeine Textarbeiten oder zur Recherche zu nutzen, ohne die Datensicherheit zu gefährden.
Dieser vorsichtige Ansatz markiert den Beginn einer umfassenderen digitalen Transformation innerhalb der Samtgemeinde. Da die aktuellen Anwendungen jedoch aufgrund der Datenschutzrichtlinien an Grenzen stoßen, wird bereits über langfristige Lösungen nachgedacht. Ein zentrales Zukunftsszenario ist die Einführung einer sogenannten „lokalen KI“. Eine solche Lösung würde auf der eigenen Infrastruktur der Verwaltung laufen, wodurch die volle Datenhoheit gewahrt bliebe und auch die Bearbeitung sensiblerer Aufgaben unter kontrollierten Bedingungen möglich wäre.
Mit diesen gezielten Schritten positioniert sich Bruchhausen-Vilsen als eine Verwaltung, die bereit ist, technologische Innovationen verantwortungsbewusst zu prüfen und schrittweise in den Dienst der Öffentlichkeit zu stellen.




